Jede Grundschule in Rheinland-Pfalz ist seit dem Jahr 2000 verpflichtet, ein eigenes Qualitätsprogramm zu entwickeln. Dafür legt das Kollegium unter Beteiligung des Schulelternbeirats Zielvereinbarungen fest, die von der Schulaufsicht geprüft und genehmigt werden.
Aktuelle Zielvereinbarungen 2016/2017 bis 2017/2018
Zu Beginn des Schuljahres 2016/2017 sammelte das Kollegium Ideen für neue Zielvereinbarungen, stimmte diese mit der Schulaufsicht ab und informierte den Schulelternbeirat. In der Gesamtkonferenz am 23.01.2017 stimmten Kollegium und Schulelternbeirat einstimmig für die Umsetzung.
Im Mittelpunkt stehen die Sicherung und, wenn möglich, die Steigerung der Unterrichtsqualität in Mathematik und Sachunterricht.
Qualität des Mathematikunterrichts sichern und stärken
Das Mathematiklehrwerk „Denken und Rechnen“ wird in allen Klassenstufen gesichtet und mit dem Teilrahmenplan Mathematik für Grundschulen in Rheinland-Pfalz abgeglichen. Entstehen dabei Lücken oder werden Teilbereiche nicht intensiv genug behandelt, entwickelt das Kollegium ergänzende Aufgabensammlungen.
Überprüft wird die Zielvereinbarung im Schuljahr 2017/2018 über die landesweiten Vergleichsarbeiten VERA in Klassenstufe 3. Die Ergebnisse werden anonym ausgewertet und zeigen Kompetenzstufen statt Schulnoten.
Zielvereinbarung: Im VERA-Durchgang 2017/2018 liegen die Schülerinnen und Schüler der 3. Klasse in Mathematik über der Kompetenzstufenverteilung des Landes.
Qualität des Sachunterrichts sichern und stärken
Im Sachunterricht liegt der Schwerpunkt auf der Motivation der Kinder. Themen sollen so gestaltet werden, dass Kinder interessiert und aktiv lernen können. Dazu gehören zum Beispiel Besuche außerschulischer Lernorte oder das Einladen von Expertinnen und Experten in den Unterricht.
Gemeinsam mit den Kindern werden zehn Merkmale eines motivierenden Sachunterrichts entwickelt. Am Ende des Schuljahres 2017/2018 werden die Kinder anonym befragt, ob diese Merkmale bei der Unterrichtsgestaltung beachtet wurden.
Zielvereinbarung: Zum Ende des Schuljahres 2017/2018 bewerten alle Schülerinnen und Schüler acht von zehn Items zur motivierenden Gestaltung des Sachunterrichts positiv.
Auswertung der alten Zielvereinbarungen
Im Schuljahr 2014/2015 hatte das Kollegium gemeinsam mit dem damaligen Schulelternbeirat zwei Ziele für die Qualitätsprogrammarbeit der Schuljahre 2014/2015 und 2015/2016 vereinbart: den Computerführerschein und das soziale Miteinander.
Zielvereinbarung Computerführerschein
Am Ende des Schuljahres 2015/2016 sollten 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4 einen jahrgangsspezifischen Computerführerschein erworben haben. Das Kollegium entwickelte dafür Materialien und stimmte sie auf die Klassenstufen ab.
In allen Klassen wurde regelmäßig im Computerraum gelernt und gearbeitet. Lediglich das Schreiben von E-Mails in Klasse 4 wurde ausgeklammert, da gängige E-Mail-Anbieter Kinder nicht ausreichend vor problematischen Inhalten schützen und Eltern diese Kommunikation nicht verlässlich kontrollieren können.
Die Zielvereinbarung wurde erfolgreich umgesetzt. Der Computerführerschein bleibt Teil des Aufbaus von Medienkompetenz, damit Kinder den sinnvollen Umgang mit dem Computer lernen.
Zielvereinbarung Unser Miteinander
Gegen Ende des Schuljahres 2015/2016 sollten sich 85 Prozent der Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte in Fragebögen positiv zum sozialen Miteinander im Schulalltag äußern.
Das Kollegium führte Projekttage unter dem Motto „Unser Miteinander“ durch. Gemeinsam mit den Kindern wurden Werte und Regeln für einen fairen, höflichen Umgang festgelegt. Diese Werte werden regelmäßig in allen Klassen thematisiert und sind im Schuleingangsbereich sichtbar.
Die Zielvereinbarung wurde erreicht. Das Motto „Unser Miteinander“ wird weiterhin im Schulalltag umgesetzt, damit Kinder sich wohlfühlen und Konflikte fair klären können.
